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Der Gründer - Dank und Lebensskizze

Enrique Winzer

16. Juni 1924 – 22. Oktober 2008

 

Am 22. Oktober 2008 ist Enrique Winzer aus dem Erdenleben geschieden und hat den Schritt über die Schwelle des Todes vollzogen.

Die aus anthroposophischem Impuls entstandenen Einrichtungen auf Lanzarote verdanken ihm und seiner Frau Lieselotte Felk, die im Juli 2004 verstarb, ihr Dasein:

Die Fundación Canaria Antroposófica -Stiftung mit dem Ziel, anthroposophische Impulse auf den Kanaren zu fördern

  • Das Centro de Terapia Antroposófica -Therapie-, Urlaubs- und Kulturzentrum
  • Der Waldorfkindergarten
  • Das berufsbegleitende Seminar für Waldorfpädagogik

Unsere dankbaren Gedanken und Empfindungen strömen Enrique Winzer zu in die geistige Welt jenseits des Todes, in der sein Wesen jetzt weilt. Wir wollen uns mit allen Kräften bemühen, an seinem Lebenswerk weiter zu bauen und es in die Zukunft zu führen.

 

Lebensskizze

Am 16. Juni 1924 in Berlin geboren wuchs Heinz Hans Winzer in der Nähe von Chemnitz auf und absolvierte eine Bankausbildung. Die Kriegsjahre erlebte er ab 1942 im Militärdienst. Diese Zeit prägte sein Wesen mit dem Sinn für Disziplin und Pflichterfüllung, der sich mit seinem starken Willen verband – ein Mensch, der ausführte, was er sich vorgenommen hatte.

Die Nachkriegsjahre waren sehr bewegt. Da war der Aufbau verschiedener Geschäfte, einer eigenen Firma im Bausektor in Hamburg und die Führung eines eigenen Einrichtungshauses ebenfalls in Hamburg – er fühlte sich durchaus als Hamburger – , zwei zerbrochene Ehen, vier Kinder – .Zur Jahreswende 1969-70 lernte Heiz Winzer Lieselotte Felk kennen, die seine treue Gefährtin wurde bis zu ihrem Tode. Mit ihr gemeinsam beschloss er, das aufreibende Geschäftsleben in Deutschland aufzugeben, nach Lanzarote zu gehen und sich den begeisternden Impulsen für Mensch, Natur und Kunst von Cesar Manrique anzuschließen. So war 1979 der erste Schritt nach Costa Teguise, wo Manrique ein groß angelegtes Projekt plante. Von nun an gebrauchte Heinz Winzer die spanische Form seines Namens, mit dem der sich nie wirklich identifiziert hatte: Enrique.

Erst hier auf Lanzarote erfuhren Lieselotte Felk und Enrique Winzer von Rudolf Steiner, der Anthroposophie und dem damit verbundenen Impuls der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Als Manriques Projekt in Costa Teguise nicht realisiert werden konnte, kauften Enrique und Lilo das Gelände der Finca Lomos Altos in Macher, ließen das Wohnhaus im lanzarotenischen Stil erbauen und begannen die Erde nach biologisch-dynamischem Vorbild zu bearbeiten.

Mit den neuen geistigen Inhalten eröffnete sich auch ein neuer Menschen- und Freundeskreis. Apartments und nahe gelegene Häuser wurden erworben oder gebaut, um den Strom der Gäste zu beherbergen. In Winzers Wohnzimmer fanden Vorträge und andere kulturelle Veranstaltungen statt.

Die heilenden Kräfte der Insel regten dazu an, ein anthroposophisches Therapeutikum zu gründen. Dies konnte wegen des Baustopps nicht auf der Finca geschehen. Der Apartmentkomplex „Tamarindos“ im benachbarten Puerto del Carmen wurde zunächst angemietet, später gekauft und dort das „Centro de Terapia Antroposófica“ gegründet. Inzwischen war die Stiftung „Fundación Canaria Antroposófica“ ins Leben gerufen worden, in die das Eigentum der Winzers und Spenden einflossen. 1997 wurde das heutige Therapiehaus eingeweiht.

2001 begann der Waldorfkindergarten seine Arbeit, für den besonders Lilo ihre helfenden Hände regte. Seit Jahren schon litt sie an einer Krebserkrankung; aber gleich Enrique übte sie Selbstdisziplin und arbeitete, so lange es ihre Kräfte gestatteten für „die Sache“. Im Jahre 2003 glaubte Enrique, sich zurückziehen zu können. Er gab die Präsidentschaft der Fundación ab – und wandte sich helfend und unterstützend einer Waldorfinitiative in den Favelas von Lima/Peru zu. 

Der Tod trennte 2004 die Erdenwege von Lilo und Enrique. Er blieb allein im Haus auf der Finca zurück.  

2006 nahm Enrique die Zügel der Fundación noch einmal selbst in die Hand, bereits ebenfalls gezeichnet vom Krebsleiden. Wieder arbeitete er täglich stundenlang im Büro. – Es gab noch so viel zu tun und zu gründen! Das pädagogische Seminar, von ihm impulsiert und ermöglicht, begann im Januar 2008 seine Arbeit in kleinstem Rahmen.

Am Tag vor Michaeli, am 28. September 2008, stieg er nochmals ins Flugzeug, um in der Filderklinik bei Stuttgart Linderung seiner Schmerzen und Aufbaukräfte zu suchen, wie er sie in den letzten Jahren mehrmals dort gefunden hatte. Er wusste, dass er vielleicht nicht wiederkehren würde, doch gab er die Hoffnung nicht auf, den Schritt über die Schwelle auf seiner geliebten Insel vollziehen zu können. Dies war ihm vom Schicksal zwar nicht vergönnt, aber er konnte getrost gehen, er wusste sein Werk in treuen Händen - es war „alles richtig so“.

Nach viel getaner Arbeit ging er in der Frühe des 22 Oktober 2008 in die große Zukunft hinüber.

Die Asche seiner irdischen Hülle wurde auf der Finca Lomos Altos auf Lanzarote der Erde übergeben, wie er es gewünscht hatte.

Wer seine Verbundenheit auch materiell zum Ausdruck bringen möchte, wird sicher im Sinne von Enrique Winzer handeln, wenn er der Fundación oder dem Waldorfkindergarten eine Spende zukommen lässt.

 

Nachfolgend einige Auszüge aus Briefen, die uns nach dem Heimgang von Enrique Winzer erreicht haben:

"....Meine Frau und ich hatten das Glück, Herrn und Frau Winzer noch in ihrer vollen Blüte erleben zu dürfen. Das war ein großes Geschenk. Ihre Inspiration und edelmütige Würde haben uns immer ermuntert, ähnlich zum Segen der Menschen in der Welt zu wirken, im Auftrage der Geistigen Welt. Der Ort, den beide geschffen haben, ist ein Geschenk an die Menschheit...."

"....Wir sind Enrique Winzer von ganzem Herzen dankbar, daß er eine überaus beglückende "Insel auf der Insel" geschaffen hat, auf der wir uns so wohl und geborgen gefühlt haben. Ohne sein großes Werk, hätten wir in unserem Leben - ohne es zu wisssen - einen wichtigen Teil versäumt......"

"....ich spürte gleich, daß es sich um einen ganz besonderen Menschen handelte mit großer Ausstrahlung und Bescheidenheit. Unser Welt bräuchte mehr von diesen Menschen....."

".....Wir gedenken Enrique und all seinen guten Taten, Visionen und sein unermüdliches Arbeiten für das Wohl des Centro und all seinen Gästen. Ein wirklich außerordentlicher Mensch....."

".....Empfindungen von Dankbarkeit und Achtung für die Schaffenskraft, aus der eine Einrichtung wie das Centro de Terapia Antroposófica enstanden ist - ein Ort, der mir Raum zum Rückzug und zur Neuorientierung gegeben hat, verbunden mit der Erinnerung an warmherzige Begegnung und Gespräche....."

".....Er machte auf uns mit seinem bescheidenen, zurückhaltenden aber dennoch eindringlichen Wesen einen nachhaltigen Eindruck...."

".....Die anthroposophische Bewegung hat mit dem Tod Enrique Winzers einen schweren Verlust erlitten....."

".....Ich habe immer seine großen Leistungen bewundert und ihn sehr geschätzt....."

".....Wir waren und sind voll Bewunderung für seine Lebensleistung....."